Motorradbekleidung kaufen

Die Sonne lacht und die Motorradfahrer schieben ihre heißen Maschinen wieder auf die Piste. Ungeachtet der heißen Temperaturen ist eine entsprechende Motorradbekleidung das A und O eines jeden Motorradfahrers. Gutes und sicheres Fahren ist jederzeit der wichtigste Sicherheitsaspekt. Dr. Jörg Schmidt, Chef der Unfall-Chirurgie am Helios-Klinikum in Berlin plädiert immer wieder darauf, nicht an der richtigen Motorradbekleidung zu geizen. Drastischer ausgedrückt: »Wer mit alter, schlechter oder billiger Motorradbekleidung Motorrad fährt, ist hirnlos.« Er hat viele schwerste Verletzungen leichtsinniger Fahrer auf dem OP-Tisch behandelt, die sich mit der richtigen Motorradbekleidung hätten vermeiden oder mildern lassen.

MotorradschutzkleidungDie richtige Entscheidung für die passende Motorradausrüstung zu treffen bedarf einer gewissen Recherche auf dem Produktmarkt. Die Auswahl an Motorradbekleidung ist gigantisch und zuerst muss man sich mit dem nötigen Fachwissen durch die einzelnen Bekleidungsrubriken forsten. Optimale Voraussetzungen für die richtige Auswahl der Motorradbekleidung werden auf verschiedenen Internetseiten präsentiert.


Soft-Endurofahrer, Endurofahrer, Cruiser und Ganzjahresfahrer werden eher zu Motorradbekleidung aus Textil tendieren. Sportlichere Fahrer bevorzugen meist Motorradbekleidung aus Leder. Mittlerweile wird Motorradbekleidung aus einer Kombinationen beider Materialien angeboten. Die Bequemlichkeit der Textilanzüge vereint sich mit den hohen Schutzeigenschaften der Schutzausrüstung aus Leder.

 

Motorradbekleidung sollte neben der Sicherheit selbstverständlich auch gut aussehen und am besten noch farblich zum Bike passen. Verschiedene Materialien sind bei der Motorradbekleidung auch zu beachten. Die entsprechende Motorradbekleidung sollte unbedingt regelmäßig gegen neue Motorradbekleidung ausgetauscht werden. Die Materialien veralten und können dadurch auch brüchig werden.

 

Ein sehr interessantes Video zur Herstellung von Motorradbekleidung bei der Fa. Held:

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Tragekomfort der Motorradbekleidung

Motorradbekleidung für Damen und Motorradbekleidung für HerrenAls mit zu beachtenden Aspekt geht es um den Tragekomfort der Motorradbekleidung. Gewährleistet sollte sein, dass beispielsweise in den Falten der Kniekehlen und im Bereich des Beckens nichts drückt und die Bekleidung bequem sitzt. Die Protektoren sollten dort sitzen, wo sie hingehören und nicht etwa verrutschen. Die Nähte und Reißverschlüsse sollten stabil sein.

Kleiner Tipp: die Nähte sollten puristisch gehalten sein !! Je mehr Nähte, desto mehr kann an der Motorradbekleidung kaputt gehen! Stellen, die scheuergefährdet sind, müssen doppellagig verarbeitet sein.

Im Optimalfall sind sie mit reißfestem Kevlar ausgestattet. Die herausnehmbaren Protektoren in der Motorradbekleidung sollten das CE-Zeichen tragen. Die Textilkombi muss auch noch perfekt sitzen, wenn das Innenfutter entfernt wird. Unter die Motorradlederbekleidung sollte zusätzlich noch wärmende Funktionskleidung passen. Am Preis sollte bei der Bekleidung auf keinen Fall gegeizt werden. Safety first !! Ein schönes Motorrad nützt nichts mit einem verletzten Fahrer.

 

Prüfnormen bei Motorradschutzkleidung

Auch für Leder- oder Textilkombis in der Motorradbekleidung gibt es eine Prüfnorm (EN 13595). Diese bestätigt die Überprüfung von Aufbau, Abriebfestigkeit und Festigkeit der Nähte der Bekleidung. Kleidung, die ein solches Prüfzertifikat hat, gewährleistet zu 100% hohe Sicherheit. Die Motorrad-Kombis haben den Vorteil, dass es keine Stellen gibt, an denen Zugluft eindringen kann und bei einem Sturz kann nichts verrutschen. So wird der Sturz und die leider dazugehörenden Verletzungen etwas gemildert.

Motorradausrüstung ist mittlerweile in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Klassischen Schwarz, grau, farbig bis zu weiß und silber. Eine rein weiße Motorradbekleidung ist zwar etwas empfindlicher als der schwarze Bruder, kann jedoch eine vernünftige Entscheidung sein, da sie im Straßenverkehr den anderen Verkehrsteilnehmern besser auffällt. Motorradbekleidung mit weißen oder silbernen Streifen fördern hier auch die Achtsamkeit der Mitfahrer im Straßenverkehr. Auf diese Art ist man im Straßenverkehr immer gut zu erkennen und das Unfallrisiko ist dadurch wesentlich deutlich vermindert, als ohne die auffallenden Streifen.

 

Motorradbekleidung aus Textil

Motorradbekleidung aus Textil wird je nach Saison angeboten. Motorradjacken und Motorradhosen – ausgestattet mit der Modernen sogenannten Klimamembran-Ausstattung (SympaTex, Goretex)- sind sehr beliebt. Denn die Motorradbekleidung ist atmungsaktiv, zeitgleich ist sie wind- und wetterfest. Abriebfeste Fasern aus Kunststoff und Protektoren an den Sturzpositionen sorgen für den nötigen Schutz und absolut hohe Sicherheit der Motorradbekleidung. Die Motorradbekleidung ist bequem und leicht zu tragen. Zusätzlich ist die Bekleidung einfach zu reinigen.


Motorradbekleidung aus Leder

Eine weitere Option ist eine Motorradschutzausrüstung aus Leder. Die Protektoren sitzen hier, beispielsweise bei einem Lederkombi, zuverlässiger an der richtigen Stelle als in der oft weiter geschnittenen Motorradbekleidung aus Textil.

Den Hitzestaus in der Lederbekleidung kommen die Hersteller der Motorradbekleidung mit Perforierungen und »Cool Leather« entgegen, welche die Sonnenstrahlung recht zuverlässig abweißt. Außerdem hält das zusätzliche Leder mit innen aufgebrachter Funktionsmembran auch stärkeren, längeren Regenschauern stand. Nichts desto trotz ist hier ein geeigneter Regen-Überziehkombi als Motorradbekleidung die beste Alternative, um dem schlechten Wetter die Stirn zu bieten.

Beim Kauf von separater Jacke und Hose statt einem Kombi ist darauf zu achten, das diese mit einem Reißverschluss verbunden werden können. Das verhindert ein Verrutschen und Eindringen von Wind, lässt aber immer noch ein getrenntes Anziehen und Ablegen zu.

Die Motorradbekleidung sollte unbedingt richtig und perfekt sitzen. Wird Motorradbekleidung bestellt und festgestellt, es ist etwas zu eng oder zu weit, sollte diese dringend umgetauscht werden. Der innere Schweinehund wird es im Falle eines Unfalles danken. Denn die Bekleidung muss perfekt passen um 100%-igen Schutz zu bieten.

Motorradjacke mit Airbag

Genau wie beim Auto gibt es mittlerweile einen Aufprallschutz mit dem bekannten Luftsack Airbags auch in den angebotenen Motorradjacken. Motorradbekleidung mit Airbag sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Vor Fahrbeginn verankert der Motorradfahrer ein Kabel mit einer CO2-Patrone am Rahmen des Motorrads. Bei einem Unfall löst dieses Kabel durch ruckartiges Ziehen ein Aufblasen der Luftkammern in der Jacke aus. Dies geschieht in sage und schreibe 400 ms. Die Luftkammern können beim Aufprall des Körpers die Energie abfangen und Torso, Rippen, den Rücken und den Nacken des Motorradfahrers zusätzlich schützen.

 

Protektoren

Genau genommen dürfen Schutzpolster den Namen »Protektor« nur tragen, wenn sie nach der europäischen Norm 1621 CE geprüft wurden. Protektoren übernehmen beim Sturz die Aufprallenergie auf und verteilen diese auf eine größere Fläche. Sie verhindern das Durchschlagen spitzer Gegenstände. Zaubern kann auch kein Protektor, das sollte beim Fahrstil trotz allem berücksichtigt werden. Er dient lediglich der Milderung der Verletzung. Verletzungen an der Wirbelsäule und am Hals sind Gott sei Dank relativ selten. Meist leiden die Gliedmaßen verstärkt unter einem Sturz. Daher gilt: Vor der Kauf einer High-End Halskrause beim Kauf lieber zu sicheren Protektoren greifen.

 

Wichtig bei der Anschaffung eines Protektors ist die Dicke und Größe der Fläche. Hier gilt: je dicker und größer diese ist, desto höher ist der Unfallschutz. Mittlerweile befinden sich im Produktsortiment der Motorradbekleidung auch Protektoren mit Hightech-(PU-)Schaumstoffen, welche erst beim Aufprall verhärten. Die Motorradbekleidung sollte optimalerweise an der Schulter, am Ellenbogen, am Rücken, an der Hüfte, am Gesäß, an den Knien, am Schienbein und am Fußknöchel eingearbeitet sein. Es sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob der Anzug gegebenenfalls reparabel ist.

Der Nierengurt

Der Nierengurt dient in erster Linie vor dem Auskühlen des Körpers beim Motorrad fahren. Es ist ein 15 bis 30 cm breiter elastischer Gurt, der unter die Motorradbekleidung angelegt angelegt wird.

Beim Motorrad fahren kann es zur Unterkühlung der Organe, der Muskulatur und der Lendenwirbelsäule und dadurch zu schmerzhaften Verspannungen führen. Der Irrglaube, die Nieren kühlen beim Motorrad fahren aus, ist falsch. Den Namen hat dieser Gurt hauptsächlich durch die Lage, an welcher er unter der Motorradbekleidung getragen wird. Des weiteren bietet der Nierengurt eine Stützfunktion an, welche sich beim Fahren positiv auf den Fahrer auswirkt.

Den Nierengurt gibt es vom Standardmodell bis hin zum gefütterten, mit Protektoren ausgestatteten Modell. Die Nierengurte sind in verschiedenen Materialien erhältlich, wie beispielsweise Neopren, PU-Schaum oder Phase-Change-Materialien. Die früher üblichen Nierengurte aus Leder sind kaum noch gebräuchlich.

Motorradhandschuhe

Zu einer kompletten Motorradausrüstung gehören auch Motorradhandschuhe. Das Kleidungsstück bedeckt die Hand ganz, um bei Stürzen schlimmere Verletzungen zu vermeiden. Zusätzlich dienen die Motorradhandschuhe vor Kälte, Wärme, Reibung und bieten eine hohe Funktionalität an. Auch hier werden die Handschuhe in verschiedenen Materialien angeboten. Leder und Wildleder sind hier die sichersten und gängigsten Materialien.

Viele Modelle sind zusätzlich mit einem 3D-Netzgewebe ausgestattet. Die Hartschale über den Handknöcheln sorgt für zusätzlichen Schutz beim Unfall. Reflektierende Einsätze erhöhen die Auffälligkeit des Fahrers. Durch Klettverschlüsse am Handgelenk lassen sich die Motorradhandschuhe gut an den Arm des Fahrers anpassen. Ergonomisch angepasste Schnittführung sowie elastische Einsätze am Handgelenk machen den Tragekomfort perfekt.
Die Handschuhe verfügen meist über ein Innenfutter aus 100% Polyester. Zusätzlich sollten die Handschuhe winddicht und wasserabweisend sein, um dem Fahrer unnötiges Frieren oder nasse Hände zu ersparen. Auch hier gilt: Regelmäßig gepflegt hält länger!

 

Der passende Motorradhelm

Motorradhelme sind bei der Motorradbekleidung der wichtigste Sicherheitsaspekt für einen Motorradfahrer. Die Motorradhelme sind nach § 21a Abs. 2 StVO (Straßen – Verkehrsordnung) gesetzliche Vorschrift und der wichtigste Bestandteil einer Schutzausrüstung für Motorradfahrer. Auch kurze Strecken dürfen nicht ohne Helm gefahren werden. Auch bei „gemäßigten“ Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h muss eine Motorradhelm getragen werden.

Den richtigen Motorradhelm wählen

Beim Kauf von einem Motorradhelm gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Integral- und Klapphelme schützen den gesamten Kopfbereich und sind sehr empfehlenswert. Die hippen, modernen Jet-Helme haben keinen Kinnschutz, sind aber gesetzlich zulässig. Unbedingt sollten Motorradhelme sollten die ECE-Regelung Nr. 22 erfüllen. Nach einem Unfall oder einem anderen Schadensfall sollten der Motorradhelm ausgetaucht werden, auch wenn äußerlich keine Spuren erkennbar sind. Qualitäts- Sicherheits- und Komfortansprüche sollten jederzeit gegeben sein, um ein sicheres Motorrad fahren zu ermöglichen.

Motorradhelm verfügen über ein eingebautes Sonnenvisier. Viele Helme haben ein herausnehmbares, waschbares Inlet. Das Visier sollte eine Anti-Beschlag Funktionen haben. Auch beim Gewicht kann man bei dem Motorradhelm auf die gewünschte Vorliebe achten.

Der Helm sollte für den richtigen Einsatzzweck ausgewählt werden. Integralhelme eignen sich besser für lange Touren, jedoch auch für kurze Strecken in der Stadt sind diese geeignet. Das Material eines Integralhelmes ist extrem leicht und kann so schmerzhafte Verspannungen im Nackenbereich vermeiden. Der Helm bzw. die Innenschale des Helmes ist aus vier verschiedenen EPS-Schichten aufgebaut. Diese haben eine unterschiedliche Dichte und sorgen für eine maximale Stoßdämpfung. Der Sicherheitsstandard ist hiermit gewährleistet.

Wie bereits erwähnt, sind viele Helme sind mit einem Anti-Beschlag-behandelten Visier und einem von außen verstellbaren und integrierten Sonnenvisier ausgestattet. Form und Belüftungssysteme sorgen auch bei hoher Geschwindigkeit und starkem Wind für den nötigen Komfort. Angebotene Helme mit extrabreitem Visier ermöglichen ein größeres Sichtfeld. Verkehrsteilnehmer, Hindernisse oder ähnliches werden besser gesehen. Die Helme werden von den Herstellern in einem speziellen Windtunnel getestet.

Gesichtsmasken

Eine Gesichtsmaske wärmt Gesicht, Hals und Nacken zusätzlich unter dem Helm. Gleichzeitig schützt sie das Inlet des Helmes vor Gerüchen. Das Material besteht aus feuchtigkeitsabweisendem Polyester.


Motorradstiefel

Motorradstiefel sind ein weiteres wichtiges Zubehör zum Schutz des Motorradfahrers. Die Stiefel sollten aus ausgesuchtem, erstklassigen Rohmaterial gefertigt sein. Viele Stiefel werden auch mit moderner, technischer Unterstützung per Handarbeit angefertigt.

Die hochentwickelten Sicherheitseigenschaften, außergewöhnlicher Tragekomfort und hohe Belastbarkeit schützen den Fahrer bei Touren mit dem Bike. Das Belüftungssystem sorgt für Komfort beim Tragen. Die Laufsohle sollte strapazierfähig sein und einen rutschfesten Grip beinhalten. Ausgestattet sind die Stiefel mit Protektoren für Schienbein, Fuß und Ferse. Ein Multi Link Control-System bietet zusätzlichen Schutz für das Fußgelenk. Beugungs-, Verdrehungs- und Überstreckungsverletzungen lassen sich damit verhindern.

Stoßdämpfende Schaumstoffprotektoren schützen die Ferse vor Schlag und Stoß. Ein austauschbarer Fersenschleifer verteilt die Schlagkraft. Dieser sorgt für das Entlanggleiten statt dem Hängen bleiben am Boden mit dem Fuß. Mit verstellbaren Schnallen an der Wade läßt sich die Schaftweite regulieren und sich so der Schuh an den Fahrer optimal anpassen. Die Sohle sollte anatomisch und austauschbar sein. Das Fußgewölbe wird gestützt und das Tragegefühl ist stoßdämpfend und angenehmer.

Motorradbekleidung

 

Und immer wieder sei gesagt:

Der Kauf des Motorrades ist nur der Anfang des Hobbys. Wichtig, um unbeschwerten Spaß bei den Ausfahrten zu genießen, ist die richtige Motorradbekleidung.

Denn Gesundheit geht vor Vergnügen! Gute Fahrt!