Kriterien zur Auswahl einer sicheren Motorradjacke

Motorrad fahren ist ein Lebensgefühl ! Um das Lebensgefühl beizubehalten, ist das Tragen einer sicheren Kleidung unabkömmlich. Um das Gefühl der Freiheit richtig auszukosten, bedarf es der richtigen Kleidung! Dies bedeutet, die Motorradkleidung bzw. die Motorradjacke sollte unbedingt richtig sitzen.

Verschiedene Materialien

Verschiedene Materialien können bei einer Motorradjacke zum Einsatz kommen. Reißfestes Obermaterial wären hier Cordura und Maxdura. Klimamenbranen sind aus den Materialien Porotex und Goretex gefertigt. Netzinnenfutter und Belüftungseinsätze sind aus dem Material Mesh. Das Kunststoff-Obermaterial ist aus Polyamid hergestellt. Das Material Coolmax aus Polyester sorgt für eine optimale Feuchtigkeitsregulation. Leder gilt als natürliches Obermaterial und Polyester als Kunststoff-Obermaterial.

 

Die Auswahl von Motorradjacken

Die Motorradjacke sollte vor dem Fahrtwind schützen und bei einem Unfall das Höchstmaß an Sicherheit bieten. Natürlich soll der Look bei der neu erworbenen Motorradjacken auch zum restlichen Outfit und zum Bike passen. Nun steht einer langen Motorradtour nichts mehr im Wege.

 

Anforderungen an eine funktionelle Motorradjacke

Das Motorrad besitzt leider keine Knautschzone. Der Fahrer muß daher jederzeit optimal geschützt sein. Die Motorradjacke, bzw. das Material sollten allen Wetterverhältnissen trotzen. Der Fahrer sollte trocken und warm gehalten werden. Bei einem Sturz sollte die Motorradjacke soviel Schutz als möglich bieten. Der Sicherheitsaspekt wird auch hier groß geschrieben.

Atmungsaktives Material, welches keine Nässe eindringen lässt, ist optimal. Gleichzeitig sollte entstandene Körperfeuchtigkeit nach außen abgeleitet werden.

Die Motorradjacke sollte mit Protektoren ausgestattet sein. Diese können bei einem Unfall über Leben und Tod entscheiden. Die Auswahl bei Motorradjacken liegt zwischen den Materialien Leder und Textil. Spezifische Vor- und Nachteile gibt es hier bei beiden Materialien. Letztendlich entscheidet die persönliche Sympathie zum Material.

Sehr empfehlenswert sind gute Sicherheitsnähte bei allen Arten von der angebotenen Motorradjacke. Diese werden im Optimalfall verstärkt verarbeitet. Die Nähte liegen unter einer Stoff- oder Lederkante. Bei starker Belastung sind sie somit stabiler und reißen nicht so leicht.

 

Motorradjacken aus Leder

Leder überzeugt mit seine Robustheit und seinen hervorragenden Isolationseigenschaften. Es reißt im Gefahrenfall sehr spät. Wichtig ist jedoch auch der Unterbau des Gewebes. Dieses sollte sehr elastisch sein. Das Leder sollte dick sein. Dies bedeutet eine Dicke zwischen 1 und 1,5 Millimetern sollte das Leder aufweisen. Känguru-Leder gilt hier als besonders zuverlässig und sicher. Das Tragen einer Motorradjacke aus Leder gewährleistet eine optimale Stoßdämfpung.

Bezüglich der Isolation ist Leder weniger geeignet. Es ist kaum temperaturausgleichend. Im Sommer kann es zu sogenannten Wärmestaus kommen. Daher sollte die Motorradjacke unter den Armen perforiert sein, um so für eine ausreichende Belüftung zu sorgen. Leder lässt sich abwischen, jedoch nicht wirklich reinigen. Es bildet nach einiger Zeit eine „Patina“. Die Optik ist bei vielen Fahrern sehr hip und angesagt.

 

Motorradjacken aus High-Tech-Materialien

Textilmaterialien, welche sehr kompliziert konzipiert und hergestellt werden, sind mittlerweile genauso beliebt wie die Motorradbekleidung aus Leder. Die Motorradjacken sind erstaunlich leicht und erleichtern somit das Tragen bei langen Ausfahrten. Die wasserfeste Motorradjacke halten auch Ausfahrten im Dauerregen aus. Hier muss jedoch auf die Wassersäule der Jacke geachtet werden, welche bei mindestens 800 mm liegen sollte. Auf eine Regenkombination kann verzichtet werden. Bezüglich des Wärmeschutzes und der Atmungsaktivität ist die Motorradjacke aus Stoff den Jacken aus Leder weit voraus. Futterstoffe müssen jedoch den Luft- und Feuchtigkeitsaustausch gewährleisten. Die Textiljacken verfügen meist über ein herausnehmbares Inlet. Das Pflegen einer Jacke ist einfach und unkompliziert. Nach einer chemischen Reinigung sieht sie sogar aus wie neu.

 

Motorradjacken aus gewachstem Stoff

Die Motorradjacke mit einer speziell aufgetragenen Wachsschicht schützt den Biker zuverlässig vor Wettereinflüssen und Verletzungen. Eine Motorradjacke dieser Art ist zuverlässig und günstig. Eine Bekleidung aus diesem Material besitzt eine bessere Isolation als eine Motorradjacke als Leder. Ein Thermofutter kann bei kälteren Temperaturen eingeknöpft werden. Die Motorradjacke aus gewachstem Stoff ist wasserabweisend, was nicht bedeutet, dass sie wasserdicht ist. Empfehlenswert ist daher eine Kombination mit einer Regenbekleidung. Der Abrieb bei einer Motorradjacke aus gewachstem Stoff ist geringer als bei High-Tech-Stoffen oder Lederbekleidung. Es ist lebenswichtig hier mit Protektoren zu arbeiten. Eine Motorradjacke aus diesem Material ist eher eine Schönwetterjacke, Stadtjacke. Für rasantere Ausfahrten sollte die Wahl der Lederjacke oder Motorradjacke auf High-Tech-Stoff fallen.

 

FAZIT:

Egal welche Motorradjacke beim Biker das Rennen macht. Es sollte dringendst in jedem Fall mit Protektoren gearbeitet werden. Diese verhindern lebensgefährliche Verletzungen. Die Protektoren gibt es auch separat zu erwerben. Der Biker sollte sich hierbei an der CE-Norm orientieren. (Schulter/Ellenbogen Standard EN 1621-1, Wirbelsäule/Brust EN 1621-2.). Hochwertige Protektoren sind aus High-Tech-Kunststoff hergestellt und dürfen nicht temperaturempfindlich sein.

 

Kombinationen zur Bikerjacke

Eine passende Hose zur Jacke ist zu empfehlen. Beide Bekleidungsstücke sind perfekt aufeinander abgestimmt. Das bedeutet, die Jacke ist beispielsweise lang genug, damit sie nicht nach oben rutscht und freie Stellen entstehen. Oft lassen sich Hose und Jacke auch mithilfe eines Reissverschlusses zusammenschließen. Ein Verrutschen der Bekleidung entfällt und zusätzlich bleiben Wind und Wetter dort, wo es hingehört. Eine Motorradkombination sieht zudem sehr harmonisch aus, weil beide Bekleidungsstücke vom Material und farblich aufeinander abgestimmt sind.

Die Motorradjacke kann selbstverständlich auch als schicke Freizeitbekleidung genutzt werden. Für diesen Zweck empfehlen sich Jacken, die über herausnehmbare Protektoren verfügen. Die Jacke wird leichter und der Tragekomfort steigt. Im Winter kann ein Pullover untergezogen werden.

Zu unterscheiden sind Motorradjacken im Blousonstyle, oder aber auch längere Motorradjacken, die beispielsweise mit einem Gürtel getragen werden.

Leder und gewachster Stoff sind eher etwas für die Liebhaber des Vintage- oder Retrostyle. Meist ist es so, dass verschiedene Vorlieben für Motorräder auch den Kleidungsstil hierfür bevorzugen. So wird ein Harley-Davidson Fahrer in jedem Fall zu einer Jacke aus Leder mit einem Nietenmuster greifen, genauso wie der Tourenfahrer eher zu einem anderen Material greifen wird.

Textiljacken unterscheiden sich im Preis von Lederjacken und sind wesentlich günstiger. Hier wird meist mit dem Material Softshell gearbeitet. Diese besteht aus einzelnen, mehreren Membranen, welche beschichtet sind. Die Jacken sind abriebfest, atmungsaktiv und sehr flexibel. Das Außenmaterial der Motorradjacke ist häufig aus der stabilen Cordura Faser. Es ist um ein vielfaches reißfester als Polyester. Die Jacken lassen sich problemlos waschen und auch imprägnieren. Die Pflege einer solchen Jacke ist wesentlich einfacher als der Bruder aus Leder, sie sind jedoch auch nicht so robust.

 

Sitz und Pflege

Egal, welche Motorradjacke es wird. Die Jacke sollte straff sitzen. Die Protektoren sollten mit eingearbeitet sein. Verwendung eines richtigen Membranwaschmittels ist ausgesprochen wichtig, um alle Funktionen der Textiljacke zu erhalten.