Motorradhandschuhe

Die Freude am Motorradfahren wird mit der richtigen Ausstattung zu einem sicheren und modischen Ereignis. Die Motorradbekleidung ist mit einer Jacke, Hose oder Kombination noch lange nicht vollständig. Motorradhandschuhe und Stiefel runden (ohne Motorradhelm) das Outfit ab und machen es auf bestmögliche Weise sicher. Insbesondere Motorradhandschuhe sind die wesentliche „griffige“ Verbindung zwischen Biker und Maschine.

 

Die große Vielfalt der Motorradhandschuhe und warum sie gebraucht werden

Immer im Blick und immer im Griff sind die Hände der Biker. Sie in ihrer Beweglichkeit zu schützen und zu unterstützen sind nur zwei der vielen Aufgaben, die Motorradhandschuhe zu erfüllen haben. Das verwendete Material und die verarbeitete Qualität helfen nicht nur in Gefahrensituationen, sondern bei jeder noch so kleinen Tour, die ohne Probleme abläuft ablaufen soll.

Erfahrene Biker oder solche, die es erst noch werden wollen, wissen den Wert guter Motorradhandschuhe zu schätzen. So viele verschiedene Arten der Motorräder es gibt, so viele verschiedene Modelle der Handschuhe gibt es für Damen, Herren, die warme Jahreszeit und kalte Jahreszeit. Sie werden tatsächlich in unterschiedlichster Beschaffenheit, vielen Größen oder Ausführungen gebraucht.

 

Als Faustregel für alle Arten der Motorradhandschuhe ist festzulegen: Beim Kauf sollte der neue Motorradhandschuh eng an den Fingern anliegen. Sowohl Leder als auch Kunstmaterialien dehnen und weiten sich noch ein wenig mit der Zeit. Ist an den Fingerkuppen jeweils noch etwa 0,5 cm Platz, sind die Motorradhandschuhe eingetragen perfekt im Sitz. Hinzu kommt, dass das verarbeitete Handschuhmaterial an der Fingeroberseite etwas länger sein sollte, was zu einer vorgekrümmten Fingerhaltung führt. Gleichmäßig lang geschnittene Finger spannen über der immer stattfindenden Krümmung der Hand und verursachen dadurch unangenehmen Druck. Für einen schnell durchzuführenden Tragetest genügt eher das lockere Umgreifen eines Stockes (z.B. Besenstiel) als die durch Kraft geballte Faust.

 

Der sportliche Motorradhandschuh:

Bereits hier gibt es die ersten beiden zusätzlichen Unterteilungen: Sportliches Äusseres in Kombination mit zahlreichen wichtigen Funktionen, welches zur Sportmaschine passt und dem Biker optimale Sicherheit bietet. Für die geländegängige Cross-Maschine, bei der oft geschaltet, gelenkt, gebremst und umgegriffen wird, sind kurze Cross Motorradhandschuhe mit viel Gelenkfreiheit perfekt.

Windabweisend, aerodynamisch anliegend und witterungsbeständig sind die ersten Kriterien für sportliche Motorradhandschuhe. Leder, Gore-Tex oder andere Kunstfasern müssen so verarbeitet sein, dass saubere Nähte (die nicht scheuern) entstehen. Die Innenhand soll die Lenkstange gut umgreifen können, so dass auf alles zu achten ist, was einengen oder einschnüren könnte. Verrutschsicher am Handgelenk werden Motorradhandschuhe durch Klettverbindungen, Reißverschlüsse oder Druckknöpfe, die über Stretchverbindungen dennoch nachgeben.

Für ermüdungsfreies langes Fahren und sicheres Halten des Lenkers sorgen Aufdoppelungen der verwendeten Polstermaterialien an der Innenhand und am Daumenspann. Die die Motorradhandschuhe tragenden Hände sind geschont und gestützt. Jeder einzelne Knöchel kann durch einen eingelassenen Knöchelprotektor bei Stürzen zusätzlich geschützt werden.

Sportliche Motorradhandschuhe fallen auch gerne auf durch Farbigkeit, Design und Hightech-Materialien.

 

Der Tourer Motorradhandschuh:

Hier besticht auf den ersten Blick die Optik, die zum Bike und zur Motorradbekleidung passt. Gerne sind lange Stulpen etwas ausgestellt vorhanden. Diese reichen bequem über die Ärmel und leiten den Fahrtwind ab. Zum augenfälligen Aussehen gehört aber auch hier unbedingt die nötige Sicherheit:

Die vorgekrümmten Finger durch Überlänge des Oberfingermateriales erleichtern das stete Umgreifen des Lenkers. Flache und reibungsfreie Nähte erhöhen den Tragekomfort und hinterlassen auch nach Stunden keine hinderlichen Druckstellen. Was an der Oberbekleidung durch Nieten, Fransen oder andere Verzierungen einfach stylish wirkt, ist an den Handschuhen eher störend. Die wichtige Schnittstelle zwischen Bike und Mensch stellen Motorradhandschuhe her. Schalten, Lenken und Bremsen ist nur mit verlässlicher Ausstattung möglich.

Alle Motorradhandschuhe haben nicht nur die Aufgabe zu wärmen, zu schützen und Hände trocken zu halten, sondern müssen die präzise Bedienung mit „Fingerspitzengefühl“ gewährleisten.

Kein Handschuh kann alles gleich gut, darum gibt es auch für die unterschiedlichen Jahreszeiten verschiedenste Ausführungen.

 

Motorradhandschuhe für den Sommer:

Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein sind Motorradhandschuhe mit der gleichen Konsequenz zu tragen, wie im Winter. Jedoch sollen sie bei allen schützenden Gedanken nicht einengen, belasten und zu schwitzenden Händen führen. Feine, weiche Leder allein oder in Kombination mit robusten Textilmaterialien vereinen immer ihre besten Eigenschaften zu einem perfekten Ergebnis. Klimamembrane lassen atmungsaktiv die Luft zirkulieren, führen Schwitzfeuchtigkeit nach aussen und sorgen für zuverlässigen Griff. Unterstützung findet dieses temperaturausgleichende Können in einem leichten und handschmeichelnden Innenfutter. Luftiges Mesh oder auch eine Innenhand aus einem Mikrofasergewebe vermeiden Blasen, die durch Feuchtigkeit hervorgerufen werden. Die mitunter über Stunden eingehaltene Griffführung der Hände und der immer vorhandene Fahrtwind oder auch plötzlicher Regen kühlen und verkrampfen die Finger, wenn diese nicht ausreichend umkleidet sind.

 

Motorradhandschuhe für den Winter:

Wind-, wasserdicht, wärmend und atmungsaktiv sind die Eigenschaften, die an Motorradhandschuhe für den Winter zu stellen sind. Sie kommen zum Einsatz und sind ein Muss, wenn die Aussentemperaturen im einstelligen Bereich zu finden sind und Fahrten gemacht werden, die länger als eine halbe Stunde dauern. Ab dann werden die Finger und Hände kalt und etwas weniger gefühlvoll. Doch ist eine leichte Einschränkung der Beweglichkeit durch Polsterung und Fütterung steifen und gefüllosen Fingern immer vorzuziehen. Um die Blutzirkulation und damit die Wärmeentwicklung nicht zu behindern, sollten Motorradhandschuhe für den Winter nicht zu eng gekauft werden. Nur so bleibt gewährleistet, dass die wärmende Isolierung im Futter wirken kann.

Wer hier auf gar keinen Fall Passformschwierigkeiten eingehen will, kauft lieber eine Nummer größer als üblicherweise.

Da in der kalten und feuchten Jahreszeit jederzeit mit Schnee und Regen zu rechnen ist, erleichtert eine PU-Beflockung, Silikon oder eine Gummilippe am Daumen oder Zeigefinder der linken Hand das Abwischen des Helmvisieres.

Für extreme Situationen sind Motorradhandschuhe mit wiederaufladbarer Akkubeheizung echte Problemlöser.

 

Unterziehhandschuhe und Regenhandschuhe:

Wer für die wärmere Jahreszeit ungefütterte Motorradhandschuhe bevorzugt, sollte auf den zusätzlichen Nutzen von Unterziehhandschuhen nicht verzichten. Diese gleichen schnell auftretende Temperaturschwankungen aus und verändern nicht das griffige Gefühl am Lenker. Hohe Baumwollanteile mit elastischen Zusammenstellungen garantieren anliegende Passform, problemloses Übereinandertragen von beiden Handschuhausführungen, Feuchtigkeitsregulierung und unbegrenzten Fahrspaß.

Die Fahrt ist geplant und dann ist Regenwetter keine Option zum Abbrechen. Damit die Hände weiterhin nicht auskühlen oder durch Nässe ihren sicheren Halt verlieren, sind Regenhandschuhe die zusätzliche Alternative. Sie lassen sich insbesondere über ungefütterte Motorradhandschuhe streifen und verhindern so gefühllose, feuchte Finger.

 

Zu viele verschiedene Motorradhandschuhe sind nicht möglich!

Es gibt immer die passende Witterung und Jahreszeit für unterschiedlichste Handschuhe. Das beruhigende Gefühl von jederzeit warmen, trockenen und dabei gut aussehenden Motorradhandschuhen schätzt jeder Biker. Die Maschine muss kontrolliert in den Händen liegen, weshalb diesen eine herausragende Bedeutung zukommt.

Perfekte Griffigkeit und hoher Tragekomfort werden durch Leder, Polyester, Fleece, Baumwolle, Meshgeweben und Mikrofasern in Kombination mit schützenden Aufpolsterungen und Protektoren erzielt. Der Unterschied für Damen- oder Herrenmotorradhandschuhe besteht im wesentlichen in der Schnittführung und dem individuellen Geschmack.

 

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