Motorradhelm – MUSS und Schutz zugleich !

Der Motorradhelm ist wohl unter anderem einer der wichtigsten Sicherheitsaspekte beim Motorrad fahren und auch als einzige Schutzausrüstung gesetzlich vorgeschrieben. Auf welche Kriterien beim Motorradhelm kaufen geachtet werden muss, erfahren Sie hier:

Arten des Motorradhelm

Motorradhelm Motorrad Lederjacke DamenDie Halbschale ist wohl die Mutter unter dem Sturzhelm. Rein rechtlich gesehen ist die Halbschale als Motorradhelm zulässig. Die Oberschale oben, Leder unten, ist vor allem bei Oltimerfahrern sehr begehrt. Sie ist leicht und luftig zu tragen und natürlich ein Kultobjekt. Die Halbschale ist leider als nicht sehr sicher einzustufen.

Ein weiterer Klassiker ist der Jethelm, einst der Pilotenhelm. Hier sind Fliegerbrille oder Sonnenbrille Pflichtprogramm für den Biker, um dem coolen Look stand zu halten. Die Ausstattung und der Schutz sind sicherer als bei der Halbschale. Das Kinn und die Nase sind bei diesem Helm nicht optimal geschützt.

Die moderne Alternative zum Jethelm ist der Rollerhelm. Das Gesicht ist durch das klappbare Visier geschützt. Auch Insekten haben bei dem Klapphelm keine Chance einzudringen. Der Unfallschutz ist vergleichbar mit dem des Jethelms, also nicht sehr hoch eingestuft.

Eine Mischung aus Jethelm und Halbschale ist der Policehelm. Er bietet mit seinen weit herunter gezogenen Seitenteilen mehr Schutz als der Jethelm oder die Halbschale. Ein Schirm ist zusätzlich nachrüstbar.

Der Sicherste unter allen Motorradhelmen ist der sogenannte Integralhelm. Unfallschutz und der Gesichtsschutz sind beim Integralhelm optimal. Nachteil vom Integralhelm ist, es ist ein recht schwerer Helm mit einer eher schlechten Belüftung. Brillenträger sind mit dem Auf- und Abziehen des Helmes im Nachteil, da oftmals die Bügel der Brille nicht unter den Helm passen.

 

Das Braincap

ist sehr beliebt unter den Chopper- und Cruiserfahrern. Nachteil der Braincap sind ein geringerer Schutz als bei der Halbschale. Rechtlich ist die Braincap streng gesehen kein Schutzhelm mehr.

Unsere Empfehlung – Der Integralhelm:

Sportfahrer greifen gerne zum sogenannten Sport-Integralhelm. Ausgestattet mit Lufthutzen, Spoiler, verspiegelten Visieren und modernen Lackierungen ist diese Art von Helmen der Hingucker. Das herausnehmbare, waschbare Inlet macht den Helm zusätzlich sehr praktisch zum Reinigen.

Der Klapphelm

läßt sich durch das klappbare Visier angenehm handhaben, beispielsweise muß er bei einer Zigarettenpause nicht abgezogen werden. Der Nachteil des Helmes ist, er ist etwas schwer, die Kinnteile nicht sehr stabil angefertigt und bieten dementsprechenden Schutz.

Der Endurohelm

ist speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse der Geländefahrer. Der Aufbau der Schale ist der gleiche wie beim Integralhelm, jedoch ist der Helm ohne Visier ausgestattet. Ein großes Sichtfeld bietet Platz für eine Crossbrille. Das Inlet ist auch hier herausnehmbar und waschbar.

Streetfighter-Helm

Er muß eines:

Den Fahrer gefährlich und böse aussehen lassen! Nachteile des Helmes sind das recht kleine Sichtfeld. Der Helm ist schwer und eine sehr verfügt über eine einfach ausgestattete Visiermechanik.

Streetfighter-Klapphelm

Eine nicht sehr empfehlenswerte Helmart unter den Motorradhelmen.

All diese Modelle an Helmen gibt es natürlich als Damen Motorradhelm in verschiedenen Farben für die Damenwelt.

 

Wie lange hält ein Motorradhelm ?

Ausgangssituation ist natürlich, dass mit dem Motorradhelm noch kein Unfall passiert ist. Bei Testergebnissen wurde überraschenderweise festgestellt, das die Stoßdämfungswerte alter Helme nur wenig hinter neuen Modellen lagen. Die Innenschale des Helmes altert demzufolge kaum. Einzig gefährlich ist ein ausgetragener, an den Fahrerkopf angepassten Motorradhelm, vergleichbar mit einem alten Schuh. Hier kann es im Gefahrenfall passieren, das der Motorradhelm nicht ausreichend schützt. Bei guter Handhabung und Pflege hält ein Motorradhelm eine Ewigkeit. Neuanschaffungen können überwiegend aufgrund technischer Verbesserungen, Gewicht, Ausstattung und Verarbeitung ausgerichtet werden.

 

Wie finde ich den richtigen Motorradhelm ?

Die Anprobe des Motorradhelmes

Der Helm sollte bei der Anprobe mindestens 15 Minuten getragen werden und in dieser Zeit nicht am Kopf drücken.

 

Passform des Helmes

Zwischen Stirn und Helm sollten maximal ein bis zwei Finger Platz haben. Das gilt auch dann, wenn sich der Helm mit geschlossenem Kinnriemen abziehen lässt. Ein Maßband hilft, die optimale Kopfgröße zu bestimmen. Helmgrößen werden meist angegeben in den Größen:

XS (53-54), S (55-56), M (57-58), L (59-60), XL (61-62), XXL (63-64).

Wichtig für Brillenträger. Die Brille sollte bei der Anprobe mit einbezogen werden, da die Brille optimal unter den Helm passen und nicht drücken sollte.

 

Helmnorm

Ein Motorradhelm muss einen eingenähtem ECE-Sticker besitzen. Dieser befindet sich meist am Kinnriemen. Die Mindestanforderungen an den Motorradhelm sind gegeben.

Gültig ist die Norm ECE-R 22.05.

 

 

Preis eines Motorradhelmes

Besonders günstig kauft man einen Helm am Saisonende, die Auslaufware. Ansonsten liegen die Preise der Helme ab circa 100 Euro aufwärts.

 

Probefahrt mit dem ausgewählten Helm

Um den Helm zu testen ist eine Probefahrt die beste Alternative. Hierbei lassen sich Geräuschentwicklung, Sichtfeld, Aerodynamik, etc. am besten testen.

 

Sturmhaube

Sturmhaubenträger sollten beim Kauf eines Motorradhelmes diese bei der Anprobe mit einbeziehen, um die richtige Größe des Helmes auszuwählen.

 

Verschluss

Ratsche, Doppel-D oder Clickverschluss. Doppel-D sind leicht und schlank, Ratsche und Click sind einfacher von der Bedienung, führen aber gerne zu Druckstellen im Bereich des Unterkiefers.

 

Zubehör zum Motorradhelm

zusätzliche Visiere können beim Kauf mit erworben werden.

 

Zusammengefasst eine kleine Pro – / Contra Liste

Pro:

  • Halbschale: leicht und luftig
  • Jethelm: leicht und luftig
  • Rollerhelm: Gesicht ist gut geschützt
  • Policehelm: Mehr Schutz als Halbschale, montierbarer Schirm
  • Integralhelm: sehr hoher Sicherheitsschutz
  • Braincap: leicht und luftig
  • Sport-Integralhelm: Durch herausnehmbares Inlet gut zu reinigen
  • Klapphelm: gute Handhabung
  • Endurohelm: großes Sichtfenster

Contra:

  • Halbschale: nicht sehr sicher im Gefahrenfall
  • Jethelm: Nase und Kinn sind nicht gut geschützt
  • Rollerhelm: Nicht sehr sicher
  • Endurohelm: etwas schwer, mangelnde Belüftung
  • Integralhelm: schwer, oftmals schlechte Belüftung
  • Policehelm: Sicherheit – nicht sehr sicher
  • Braincap: rechtlich gesehen kein Helmschutz
  • Sport-Integralhelm: recht schwer, oft schlecht belüftet
  • Klapphelm: nicht sehr sicher im Kinnbereich

FAZIT: der Helm muss in jedem Fall otimal sitzen und in dem Fall gilt Sicherheit vor Schönheit. Sollte der Helm farblich nicht den Wünschen des Fahrers entsprechen, auf keinen Fall zu einem schlechter sitzenden Helm in der gewünschten Farbe greifen.